Ab Mai ist mit einer Entscheidung des Hausaltsgesetzgebers zu rechnen, ob die im Februar 2009 von der Politik gegenüber dem DSV zugesagte Ermäßigung von 75% für Stegpachten gemeinnütziger Wassersportvereine umgesetzt wird. Der DSV hat den betroffenen Vereinen auf seiner Seite (www.dsv.org) ein Merkblatt zur Verfügung gestellt.
Lichtblick vorab: zumindest Erhöhungen sind bereits gerichtlich für rechtswidrig erkannt worden (vgl. YACHT 9/2009).

Skipperhaftung beim Prüfungstörn
Gegen Ende der vergangenen Saison fiel eine Entscheidung, die künftig für Klarheit bei Prüfungstörns sorgt. Denn laut Urteil eines Oberlandesgerichts ist der Skipper einer Yacht auch dann verantwortlich, wenn er an Bord nur Zaungast während einer Sportbootführerscheinprüfung ist. Der Prüfling gelte trotz der von ihm geforderten Durchführung aller Manöver laut den Sportbootführerscheinverordnungen Binnen und See lediglich als Steuermann. Er hafte deshalb auch nicht, wenn er mit der Durchführung einer der gestellten Aufgaben überfordert sei. Dann, so die Richter, habe der Skipper einzugreifen – auch wenn die Prüfung damit zu Ende sei.

Promille an der Pinne
Wer im Zustand der absoluten Fahruntüchtigkeit am Ruder erwischt wird, ist nach neuester Rechtsprechung nicht mehr automatisch auch seinen Autoführerschein los. Die Obergerichte begründen diese Kehrtwende damit, dass die Tat nicht im Zusammenhang mit dem Führen eines KfZ erfolge. Gleichwohl bleibt das Verhalten strafbar. Binnen, wie buten steht darauf eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Sicher segelt, wer sich an die 0,5 ‰-Grenze hält.

(Quelle: Yacht)