Mit dem Abladen und „Aufriggen des Segels“ ihres Trainingsbootes trafen sich die zuständigen Betreuer des Vereins mit ihrer Kinder Trainingsgruppe am 11. März 2019 im Ahauser Hallenbad  zum sogenannten „Kentertraining“. Ein lebensnotwendiges Manöver, das in Notfallsituationen richtiges Verhalten beim „Mann/Frau über Bord“ einüben soll. Etliche Schaulustige sahen gespannt zu, wie der „Optimist“, ein kleines Einmann-Trainingsboot ins Kursbecken eingelegt wurde. In zwei Gruppen wurde zunächst das fachgerechte Aufrichten des Segels mit möglichst wenig Wasser im Boot geübt.

Wie komme ich am einfachsten nach einem Kentern wieder zurück ins Boot?

Diese Frage wurde mit praktischen Übungen erläutert und eingeübt. Dabei ist es wichtig zu wissen, wo sich beim „Opti“ die Auftriebskörper (Hohlräume, die nicht voll Wasser laufen können) befinden. Kleinere Kids sollten es vorne an den Bugseiten versuchen, Größere hinten am Heck.

Was tue ich, wenn das Boot umgedreht mit Schwert nach oben im Wasser liegt?

Die Kids konnten feststellen, dass ein Luftreservoir unter dem Opti bleibt, wo das Auftauchen und Atmen möglich ist. Parallel trainierte die Jugend an Land erste Hilfe-Maßnahmen , z.B. die dringende und schnelle Beantwortung der Fragen: „Was, Wo, Wann, Warum?“, auch die  W-Fragen der Rettungskette genannt! Für Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei sind das wichtige Auskünfte, um sofortige Rettungsmaßnahmen einleiten zu können. Stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit und direkte Hilfsmaßnahmen bei Hitzschlag /Sonnenstich wurden ebenfalls erläutert.

Das Erlernen der richtigen Seemannsknoten ist natürlich ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung und wurde ebenfalls ausgiebig geübt. Ein abwechslungsreiches Training endete mit wohlverdientem Pommes Schmaus, frisch geduscht und wieder mit beiden Beinen fest auf der Erde.

„Mast und Schotbruch“ und immer „eine Handbreit Wasser unterm Kiel“ sagt dann der Segler, „Ahoi“ bis zum nächsten Training.

Text: S.Schwarze/2019
Foto: Segelverein WSVG09

Hier noch eine kleine Fotogalerie: