Eine Woche lang dauerte der Ausbildungstörn auf der Ostsee. Für 5 Prüflinge, 2 Skipper und einem Gastsegler ging es vom Startpunkt Heiligenhafen Richtung Marstal auf Ærø. Mit Windstärken 0, in Böen 1 war die Herausforderung zum Segeln nicht optimal, so dass Alternativen gesucht wurden.

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1335 Kurs 345° Boot nimmt Fahrt auf durch Unterwassersegel. Stimmung bessert sich, Crew durch Peilaufgaben beschäftigt.

Weiter ging es mit sehr schönem Panorama bis nach Lyø. Immer noch recht lauer Wind, und eine sehr aktive Sonne forderten ihren Tribut. Entweder gut aussehen, oder mit allen Mitteln gegen die Sonne schützen.

1050 Kurs 000° Die Sonne brennt, die Frisur sitzt.
1300 Kurs 278° Schwankende Stimmung durch Affenkotelett besänftigt. Der Kapitän hat seine Crew im Griff

Das nächste Ziel war Sonderborg. Bei gutem Wind von 4-5 Bft konnten einige Manöver geübt werden. Wende, Halse und die verschiedenen Kurse sitzen noch. Aber den Wellengang ist man am Drilandsee nicht gewohnt. Trotzdem waren die ersten Boje über Bord Manöver unter den Bedingungen vielversprechend. Die Einfahrt in den Als Fjord bietet auch ein tolles Bild, besonders wenn viele Segelboote unterwegs sind.

1140 Kurs 270° Entspannte Stimmung, gute Geschwindigkeit. Gastsegler angestrengt aber guter Dinge. Logschreiber schreibt Log
1420 Logschreiber hat Kampf gegen Seekrankheit überstanden

Der neue Tag brach an, das neue Ziel war Kappeln. Der Schlag an sich etwas kleiner, aber die einfahrt in die Schlei ist sehr interessant. Der Anleger ist dort direkt an der Straße, man hat ca 30m bis zum nächsten Restaurant.

1615 Kurs 270° Werden von Wikingerschiff verfolgt. Konnten es gefahrenlos passieren lassen

Der letzte Tag mit großem Schlag sollte eine Überraschung bereithalten. Von Kappeln nach Damp, um einige Manöver zu üben, dann weiter nach Laboe für eine Abendpause. Das Ziel: Nachtfahrt und Anlegen in Heiligenhafen. Um 17:15 Uhr in Laboe gestartet mit einem Mittelmäßigem Wind, drehte eben dieser passend zum Kurs nach Heiligenhafen und frischte gegen 20:00 Uhr auf 6 Bft auf. So konnte das Ziel mit minimalen Wenden erreicht werden. Zwischendurch lieferten sich die Schwesterschiffe eine mini Regatta. Diese wurde zugunsten des Schiffes mit der besseren Ausrüstung entschieden. Die Nachtfahrt ist eine wichtige Erfahrung, nicht immer sind die Leuchtfeuer so leicht zu erkennen wie es auf den Karten angegeben ist.

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2300 Kurs 090° Einfahrt im Dunkeln. Suche nach den richtigen Leuchtfeuern beginnt.

Der Tag vor der Prüfung hat dann wieder minimalen Wind bereitgehalten. So wurden noch einige Manöver unter Motor geübt, und die Aussicht auf Fehmarn genossen. Unruhig machte die Wettervorhersage: Windstärke 5-6 am Prüfungstag hat die Prüflinge doch verunsichert. Wie viel Platz brauche ich für den Aufschießer? Wie spielt die Welle da mit rein? Ist der Wind ablandig oder auflandig?
Der Prüfungstag hat es dann gezeigt. Auch mit gerefftem Segel kann man die Manöver gut fahren. 4 Prüflinge haben mit der praktischen Prüfung ihren SKS Schein vervollständigt.
Herzlichen Glückwunsch and die Prüflinge und vielen Dank an die Ausbilder !